Es ist schon bemerkenswert. Der Ruhestand – ein durchaus geläufiges Wort – lässt sich bei näherer Betrachtung gar nicht so leicht definieren. Ein Grund dafür mag sein, dass der Ruhestand sehr individuell ge- und erlebt wird und insofern auch individuell interpretiert wird. So lässt es sich auch erklären, dass uneinheitliche Schlagwörter wie: Ruhestandsschock, Belohnung, rollenlose Rolle oder auch Ruhestätte im Zusammenhang mit diesem Ereignis genannt werden.

Gleichwohl lässt sich der Ruhestand aus einer generalisierten Perspektive wie folgt beschreiben: Als Ruhestand bezeichnet man den Zustand, in dem sich eine Person nach dem Ende der kontinuierlichen (Arbeits-)Tätigkeit befindet. Der Ruhestand geht im Normalfall mit dem Bezug der Rente oder Pension einher und betitelt den (letzten) Lebensabschnitt eines Menschen.
Der Ruhestand beginnt normalerweise mit dem Monat, der der Vollendung des 65. Lebensjahres folgt. Ab dem Jahr 2012 wird diese Regelaltersgrenze jährlich um einen Monat verlängert. Ab dem Jahr 2029 wird dann das Rentenalter mit dem vollendeten 67. Lebensjahr beginnen.